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Geheimnisse des Glaubens

Geheimnisse des Glaubens (5): Wie auch wir vergeben

Gottes Friedensplan ist keine Angelegenheit nur zwischen Gott und mir. Er bekommt seine volle Wirkung erst dann, wenn wir es Gott gleich machen – und Frieden mit dem Anderen schließen.

  • Dass Gott Frieden mit uns schließt ist nur der erste Schritt. Nicht von ungefähr lehrte Jesus zu beten: “Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.” Vergebung zu empfangen und Vergebung zu gewähren gehört untrennbar zusammen. Auch wenn Gottes Vergebung an uns bedingungslos ist, sind wir nicht nur passive Empfänger. Wir sind zentrale Akteure in Gottes Friedensplan.

  • Wenn uns jemand ungerecht behandelt, Gewalt antut oder anlügt, können wir zwei Wege einschlagen. Der eine führt zum Ausgleich des Unrechts. Wir fordern Gerechtigkeit, wir wollen, dass jemand dafür büßt, was mir angetan wurde. Durch die Demütigung des anderen wird meine Erniedrigung ausgeglichen. Wir sind quit, wieder auf einem Niveau. Nur beide tiefer als vorher. “Auge um Auge“ war eine gute Regel in einer Welt, in der für einen Diebstahl Dörfer niedergebrannt wurden. Es war gut, um die Spirale der Gewalt zu stoppen. Aber es war nur eine Übergangslösung.

  • Der andere ist der Weg, den Jesus predigte – und den er selbst ging. Dem Dieb meines Hemdes freiwillig auch den Mantel mitzugeben hat nichts mehr mit der Gerechtigkeit zu tun, die wir vor Gerichten erstreiten. Statt Ersatz zu fordern geben wir noch mehr. Das bedeutet: So wie Gott es tut, weigern auch wir uns, das Spiel aus Gewalt und Gegengewalt, aus Demütigung und Ausgleich mitzuspielen. Wir ändern die Spielregeln, so wie Gott es getan hat. Wir suchen nicht die Strafe für den Übeltäter. Stattdessen möchten wir sein Herz gewinnen.

  • Überall dort, wo Menschen zu Friedensstiftern werden, wird Gottes Friedensplan zu einem Flächenbrand. „Selig sind, von denen Frieden ausgeht“, sagt Jesus. Ganz konkret, ganz direkt in unserer nächsten Umgebung. In unseren Freundschaften. In unserer Stadt. In unserem Land. In der Welt. In unserem Einflussbereich – wie auch immer der aussieht.

  • Und wenn wir bereit sind, auf Gerechtigkeit zu verzichten und mit dem Frieden zu schließen, der uns geschadet hat, dann empfinden wir auch Gottes Frieden mit ihm nicht mehr als ungerecht. Dann erkennen wir: Gottes Friede ist höher als alle Vernunft.

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