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20.12.18 10:37
OrleanderMitglied des Jesus.de-Teams
 
 
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kahei2
 
 
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27.12.18 05:53
Sterbender

Der Freie Willen ist Geschenk von Gott

Suzanne62zum BeitragWarum sollte Gott Wesen mit einem eigenen Willen schaffen, nur um ihnen diesen eigenen Willen wieder unter Zwang zu nehmen? Die Logik darin verstehe ich nicht. Solange ich nichts Böses, von Gott Verbotenes will, kann ich keine Sünde darin erkennen, einen eigenen Willen zu haben.


Wenn Gott uns einen Freien Willen gibt möchte er auch, dass wir diesen praktizieren. Gottes Herrschaft in meinem Leben besteht vorallem darin, dass ich im Licht der Liebe Gottes lebe (oder zu leben versuche). Ich bin also - um ein Bild aus der Astrophysik zu bemühen - kein eigenstrahlender Fixstern, sondern mein Licht kommt von Gott. Dies ist auch damit gemeint, wenn wir sagen, wir seien ein Ebenbild Gottes. Wir brauchen nicht diskutieren, ob wir immer eine Reflektionsfläche dieser Liebe Gottes sind. Wohl eher meist nicht.

Außerdem sind wir - wie alle Menschen dieser Welt - gut beschrieben mit dem Bibelvers: "Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den wir vor Gott haben sollten"! Dies ist leider so, dass wir alle unvollkommen sind. Martin Luther wäre fast an der Frage zerbrochen, wie er einen gnädigen Gott bekommen kann.

Einen gnädigen liebevollen Gott kann man nicht bekommen, man hat ihn schon. Gott hat unsere Unvollkommenheit, unsere dunkle Seite, gewissermaßen an das Kreuz genagelt. Damit sind wir in dem Zustand eines "Freien Christenmenschen", der nicht alles weiss, nicht alles kann, der wie Petrus Jesus verraten wird oder gar wie Judas. Unsere und meine Antwort kann nur sein, Gott für seine Liebe, die immer unverdient ist, einfach nur dankbar zu sein. Wir sind so wie derjenige und diejenige, die freigesprochen wurden und nun aus dieser Tatsache heraus das Leben in kleinen Schritten zu bessern versuchen.

Der Religionsphilosoph Kierkegaard (den ich bestimmt falsch geschrieben habe) hält zurecht den Christlichen Glauben für einen Existenziellen Akt. Damit ist gemeint, dass wir wie bei einer Vertrauensübung - bildlich gesehen mit verbundenen Augen - ins Nichts springen in dem festen Vertrauen, in die Hand Gottes zu fallen.
Allerdings ist die Übung, Gott das ganze Leben zu übergeben, nicht eine einmalige Angelegenheit. Ich muss eigentlich jeden Tag Gott wieder völlig neu vollständig vertrauen. Damit gehen manche
eigentlich ein großes Wagnis ein, denn es gibt ja Menschen - beispielsweise in christlichen Orden - die sich existenziell (z. B. auch finanziell) überhaupt nicht absichern, sondern völlig auf die Wege Gottes vertrauen. Das alles hat aber im Großen und im Kleinen des normalen Alltags immer was mit einer Liebesbeziehung zwischen Gott und mir zu tun und nicht mit einer Gewaltherrschaft, in dem mir Gott meine freien Entscheidungen nimmt. Die Freiheit frei zu sein und auch ethische Entscheidungen immer wieder treffen zu dürfen, ist ein hohes Gut.

Wir wissen auch nicht immer, was gut oder böse ist. Es gibt Situationen, in denen wir zwischen zwei Übeln wählen müssen. Dietrich Bonhoefer war vor die Frage gestellt, ob die Mitwirkung an einem Tyrannenmord unter extremen Bedingungen gerechtfertigt sein kann. Vor allem dann, wenn vorallem das Nichtstun Schuld erzeugt.

Frohe und gesegnete Weihnachten; liebe Suzanne62

BERND

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