Jesus.de finanziert sich durch Spenden seiner Nutzer und durch Werbung. Danke für das Beachten der Anzeigen unserer Sponsoren! Jesus.de unterstützen!

FrauSein September-Goldener Herbst-Café nur für Frauen

Ansicht wird aktualisiert
 
 
01.09.19 08:50
deborah71
 
 
01.09.19 09:29
Seidenlaubenvogel
 
 
01.09.19 10:04
speedysweety
 
 
01.09.19 13:02
thoker
 
 
01.09.19 15:40
Glasgraveurin
 
 
01.09.19 17:06
Herbstrose
 
 
01.09.19 20:20
stundenglas
Zurück  (29)
 
 
01.09.19 22:06
Simmy
@julchen26  (6 NEU)
 
 
02.09.19 08:22
diechris
 
 
02.09.19 12:44
Amouum
Bügeln  (17)
 
 
02.09.19 23:03
Silverchair85
 
 
04.09.19 06:51
Herbstrose
 
 
04.09.19 09:06
Neubaugoere
 
 
04.09.19 10:58
Herbstrose
 
 
04.09.19 18:13
Amouum
Verärgerung  (127 NEU)
 
 
05.09.19 15:44
Neubaugoere
windig  (9)
 
 
06.09.19 20:55
Suzanne62
 
 
06.09.19 23:01
stundenglas
 
 
07.09.19 17:30
LittleBat
 
 
09.09.19 13:58
Silverchair85
 
 
10.09.19 14:41
stundenglas
 
 
10.09.19 20:43
stundenglas
 
 
12.09.19 15:53
Simmy
 
 
13.09.19 10:01
Amouum
 
 
13.09.19 15:05
deborah71
 
 
16.09.19 14:05
Herbstrose
 
 
19.09.19 10:33
Silverchair85
Pilotenstreik abgesagt NEU (22 NEU)
 
 
19.09.19 10:42
Silverchair85
 
 
20.09.19 07:58
Simmy
Guten Morgen :-) NEU (33 NEU)
 
 
21.09.19 01:29
Murphyline
Klimastreik NEU (51 NEU)
 
 
21.09.19 20:23
stundenglas
 
 
26.09.19 14:56
Amouum
Wie geht es euch? NEU (40 NEU)
 
 
27.09.19 15:55
stundenglas
 
 
30.09.19 01:43
Silverchair85
Urlaubsklassiker NEU (5 NEU)
 
 
30.09.19 09:54
Seidenlaubenvogel
 
 
30.09.19 14:13
Simmy
mein Kopf raucht... NEU (7 NEU)
 
 
01.10.19 19:18
deborah71
Erbarmt sich ... NEU (3 NEU)

Zurück

In Furth im Wald verlassen wir am frühen Nachmittag den Zug. Nach ein paar kleinen Einkäufen und etwas mehr Luft in den Reifen verlassen wir das Städtchen und radeln in Richtung Norden zur tschechischen Grenze, die wir nach einigen Höhenmetern passieren. Durch den Wald geht es nach Babylon. Zelte aufbauen und dann gibt’s Pizza. Die hätte ruhig schmecken können. Hätte ich bloß mal Salat und Tiramisu genommen, denn letzteres war doch ganz ok. 15km, 250hm.

Abfahrt am Morgen, fast schon zu spät. Über Domazlice geht es über Nebenstraßen in Richtung Klatovy. Es ist ganz schön hügelig und die Sonne brennt. Wir verpassen die Abzweigung nach Polen und sparen Höhenmeter, sammeln jedoch Kilometer. Wahrscheinlich die schnellere, einfachere Variante. Downhill fällt somit aus. Außer mir ist niemand traurig. Zelte aufbauen, Einkauf, Abendessen. 45km, 500hm.

Wir satteln die Räder, decken uns mit Mittagessen ein und machen uns auf den Weg. Wieder geht es über Nebenstraßen, wieder ist es heiß, wieder sammeln wir Höhenmeter. Auf den ersten 20km sind es schon 400. Das geht in die Beine, in die Knochen und mitunter auf die Nerven. In Plánice ist die Hauptstraße gesperrt, was allerdings weder die Anwohner noch uns stört. Ist halt etwas staubig, so mitten in der Baustelle. COOP verkauft Eis und Fassbrause. In Horažďovice, unserem heutigen Ziel, war ich schon oft, aber noch nie auf dem Campingplatz direkt am Ufer der Otava. Die hat Wasser und somit ist da auch was los. Im Festzelt treffen wir einen Tschechen, der ein Hüttchen in der Nähe hat und Deutsch üben will. Vielleicht sucht er auch nur Gesellschaft, weil sein Sohn sich wortkarg gibt. Später lädt er uns zum Kaffee ein – und er hätte auch noch Wein und Spaghetti und sonstwas gehabt. Wir tauschen Nummern aus und ziehen zurück zum Campingplatz, um Frittiertes zu Abend zu essen (Blumenkohl im Teigmantel kann ich nur empfehlen). 45km, 600hm.

Zwei Tage zu spät losgekommen, das nervt. Also gab es gestern Abend eine Ansage und wir sind tatsächlich um halb zehn – eine halbe Stunde vor meinem Zeitziel – vom Platz runter. Bis Strakonice folgen wir dem Otavaradweg. Wer sich jetzt so ein asphaltiertes Wegelein am Fluss entlang vorstellt, der liegt falsch. Singletrail trifft es besser. Die kurzen Steigungen sind furchtbar. Und es ist heiß. In Strakonice angekommen halten wir am Zeltplatz, um uns mit Langosch (Knoblauch, Ketchup, Käse – die tschechische Variante) und Sozialistenlimo (Himbeer) zu stärken. Danach geht es durch die Stadt und mitten durch eine Hochzeitsgesellschaft, die am Otavaufer fleißig Gruppenfotos schießt. Kurzer Einkauf, dann weiter nach Protovín. Irgendwie hat das mit Mittagessen nicht hingehauen, also ist die Laune am Tiefpunkt. Wir halten 3km vor dem Zeltplatz an der Bahnhofskneipe und kaufen kalte Getränke. Dann geht’s durch den Ort, vorbei an dem Fahrradladen, in dem ich traditionell immer einen Schlauch kaufe, den ich auch brauche. (Fortsetzung folgt... ). Kaum stehen die Zelte, fängt es an zu schütten. Gutes Timing, würde ich sagen. 50km, 300hm.

Die ersten Tage liegen in den Beinen, der Platz ist ganz ok und wir beschließen spontan, einen Pausentag und einen Ausflug ins ca. 15km entfernte Písek zu machen. Irgendwann mittags radeln wir los und irgendwie hat dann nach ein paar Kilometern ein Mantel eine deutlich löchrige Stelle. Das hält. Aber weder Kaufland noch Tesco oder Obi haben Mäntel im Angebot. Und es ist Sonntag, daher haben die anderen Läden dicht. Wir checken die Bahnverbindung zurück, fahren in die Stadt und gehen Döner essen. Danach waren dann Mantel und Schlauch geplatzt. Mir nicht ganz unrecht so, denn das war die harmloseste Variante. Also schieben wir die Räder noch ein bisschen, stellen uns nochmal unter, als ein Gewitter runterkommt und fahren gemütlich mit der Bahn zurück. 15km und 200hm.

Tja, der Fahrradladen macht um 9 Uhr auf, wir waren kurze Zeit später da. Ich weiß dann jetzt auch, was „Mantel“ auf tschechisch heißt. (Schlauch ist übrigens das gleiche Wort wie Seele, was ich immer wieder ziemlich treffend finde). Eingebaut, abgefahren. Über Vodnany geht es nun südwärts weiter. Wir wollen nach Cesky Krumlov. Dafür müssen wir aber erstmal auf und ab. Der Versuch an einem der Schlösser vor den Toren Netolices etwas Kaltes zu trinken zu bekommen scheitert erfolgreich an der Auswahl. (Bäh, mag ich nicht). Also machen wir Pause auf dem Marktplatz, kaufen Eis und Limo. Hinter Netolice geht es im Wald den Berg hoch und höher. Die Landschaft hat was von Voralpenland, zumindest nachdem wir oben sind und mal wieder klar blicken können. In einem kleinen Örtchen reduzieren wir die Last der Taschen um das Mittagessen, bevor wir nach Krumlov abfahren. 60Km, 600hm. Zeltaufbau, duschen, Spaziergang in die Stadt und Pizza. Die hat geschmeckt.

Wir rollen gegen zehn vom Platz. Jetzt geht es westwärts Richtung Lipnostausee. Also genauer gesagt dorthin. Schon gestern sind mir die Schilder aufgefallen, die auf Militärsperrgebiet hinweisen. Heute bleibe ich stehen. Am Radwegschild steht, man dürfe da nur am Wochenende auf Wanderwegen entlang. Naja, mal sehen. Bisher ist das kein Wanderweg, sondern eine Straße mit LKW. Es ist schon wieder heiß. Es geht schon wieder bergauf. Irgendwann setze ich mich auf eine Bank. Ach, hier war ich doch schon mal. Nur von der anderen Seite. Taataa. Weiter geht’s. Manch Soldat winkt vom LKW. Irgendwann sind wir durch und es geht bergab. Zum Lipno. Schnöselplatz mit Schnöselpreisen. Darauf erst einmal ein Bier! Aber immerhin direkt am See. Die Kinder finden es toll, ziehen ab und man kann sich auch in die Küche setzen. 30km, 500hm.

Im Klo läuft Radio, auch nachts, wie ich feststelle, als ich es aufsuche. Der Sternenhimmel ist wie immer grandios! Jetzt geht es nordwärts weiter. Die Moldau entlang – also Richtung Quelle. Wir sind mitten in einer touristischen Gegend, und das merkt man heute auch sehr deutlich. Wir haben nun noch vier Tage übrig. Die Frage, wo und wie über die Grenze, soll sich so lösen: Die letzten 100km teilen wir auf drei Etappen, einen Tag gehen wir wandern. Also heute so 30-35km. Horní Vltavice heißt das Ziel. Und es ist ganz schön flach dorthin. Und größtenteils auf Radwegen durch den Wald. In der Mittagspause kaufen wir ein Kartenspiel. Und später grüßt das Murmeltier von einem Platz, auf dem wir mal für ein Wochenende ein Hüttchen hatten. Und ein COOP, an dem wir Rast machten. Eigentlich kenne ich die ganze Gegend hier ganz gut. Und das fühlt auch auch ganz gut an. Vertraut irgendwie. Wir sind nach 35km und 300hm schon um 15 Uhr am Zeltplatz. Einfach, aber voll ok. Und Ziegen gibt es auch. Määäh! Die Spielkarten machen sich bezahlt. Und erst der Sternenhimmel in der Pampa.

Abfahrt und Einkauf. Heute geht es hoch! Und zwar bis zur höchstgelegenen tschechischen Gemeinde. Und dann bergab. Aber erstmal 20km hoch. Wenn auch meist sehr flach. Und alles auf der Straße, aber das geht ganz gut. Der Asphalt lässt sich gut rollen. Mittags sind wir in Kvilda. Der Tante-Emma-Laden hat natürlich Mittagspause. Also essen wir ein paar hundert Meter weiter. In der Touriinfo kaufe ich nochmal Spielkarten. Mit Tieren und Blumen. Dreisprachig. Ich kenne ja schon die deutschen Namen der Gewächse nicht. Ein deutsches Pärchen auf E-Bikes taucht auf, Reiseradler, Rentner würde ich tippen. Er macht Stress, keine Zeit. Den mache ich mir nicht mehr. Im wieder geöffneten Tante-Emma-Laden gibt’s verschimmeltes Gemüse und Chips mit Wurstgeschmack. Wir kaufen dann doch lieber Limo. Und jetzt... Abfahrt! Kurzer Halt an einer Brauerei mit saumäßigem Service aber gutem Bier. Dann Zeltplatz und Kartoffelsuppe. 35km, 400hm.

Pausentag! Eigentlich. Naja. Das Wetter ist grau. Wahrscheinlich hat's an der anderen Bergseite kräftig geschüttet, denn die Busse mit den Fahrradanhängern kommen voll von oben herab. Wir wollten ja wandern und Essen gehen, so fahren wir eben ein Stück, essen dann und wandern nur faul herab. Das verzögert sich alles ein wenig, wenn man den Busplan falsch liest. Nunja. Also der Salat war ok, die Rote Bete leider eingelegt und die Monsterblaubeerknödel in Zucker und Fett hinterher. Örks. Die Kinder sind dann eine Stunde vor uns abgestiegen. Auch gut. 5km Wanderung. Zurück ist der Platz voll. Kein Wunder, ist ja Wochenende.

Abfahrt, Abfahrt. Es geht bergab. Zumindest ein Stück. Und dann geht’s auf und ab. 40km, 550hm. Das war die letzte Etappe. Letzte Etappen haben so etwas Eigenartiges an sich, vor allem, wenn man den Weg schon kennt. Sie erzählen etwas von heimwärts, und sie erinnern an Anfänge, wenn man sie zuvor in die andere Richtung fuhr. Zelezna Ruda erreichen wir nach ca. 40km und 550hm. Auch nicht nichts. Am Abend gehen wir in die Stadt und essen in einem asiatischen Restaurant. Immerhin drei der fünf bestellten Speisen entsprechen denen, die wir bestellt haben.

Aufstehen, einpacken, 5km über die Grenze fahren und dann noch ein paar Stunden Zugfahrt bis nach Hause zurück. Seit der Ankunft läuft die Waschmaschine.

Zu nächstem neuen Beitrag springen
© 2019 SCM Bundes-Verlag gGmbH - Impressum - Allgemeine Nutzungsbedingungen - Datenschutz