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20.09.19 10:42
geebee

Re: nur bedingt erfolgreich

Lucan-7zum BeitragWenn das so wäre, es also eine erfundene Geschichte ist, die den einzigen Zweck hat Furcht zu verbreiten - warum wurde dann die Ergänzung hinzugefügt, dass Gott dergleichen nicht mehr tun würde? Denn das entschärft ja die ganze Drohkulisse.
(Fettung von mir)

Da der alttestamentliche Gott im Sinne der üblichen orientalischen Könige vor allem alls willkürlich gezeichnet wird, ist die "Ergänzung" nichts anderes als eine - allerdings wirklich psychologisch gewitzte - Kritikimmunisierung, wider zu erwartende Nachfragen, warum Gott denn, wenn doch, wie alle wüßten, die Zustände heute so schlimm seien wie nie zuvor - dieses Mal nicht reinigend eingriffe mit seinem großen Wasserbesen. Die Drohkulisse besteht in der Schilderung des totalen Vernichtungspotentials durch Gott. Diese Kulisse steht und wird nicht entschärft durch das Versprechen eines Gottes, der mal hü, mal hott ruft. Dieser Gott kann ja nach wie vor nach Belieben Plagen über Ägypten bringen, Sodom Und Ghomorha in eine Dresdener Feuernacht tauchen usw. usf.
Die Sinflutgeschichte ist damit analog der Langstreckenrakete im Drohungsarsenal moderer Nuklearabschreckung: Indem Gott die ganze Welt unter Wasser setzte, hat er demonstriert, dass man vor seinem Zorn nirgends sicher sein kann. Seine Reichtweite ist unbegrenzt. Das unterscheidet ihn - dem Narrativ entsprechend - von Lokalgrößen a la Kim Jong Um, die nur begrenzt für totale Vernichtung sorgen können.


Lucan-7zum BeitragFür Menschen, denen es nur um die eigene Macht geht, wäre ein Gott, der jederzeit wieder eine Flut schickt, wesentlich praktischer als einer, der das Versprechen abgibt die Menschheit nie wieder auf so drastische Weise zu bestrafen...
Nein. Es reicht, dass dieser Gott jederzeit könnte, wenn er wollte. Und man darauf vertrauen muß, dass er sein Versprechen hält. Das ist psychologisch recht simpel: Je weniger man selbst als "Vertragspartner" die Vertragsregeln einhält, desto weniger vermag man darauf zu vertrauen, dass die Gegenseite ihrerseits das gegebene Versprechen einhält.

Überprüfe das mal an Dir selbst und vermutlich erlebten Situationen im Leben: Vertraust Du Leuten eher, denen gegenüber Du Deine Pflichten erfüllt hast, als jenen, die Du hintergangen hast? Im Regelfall ist das so'ne Spiegelangelegenheit, zwar nicht logisch-vernünftig, aber eben emotional bedingt: Wenn wir darauf angewiesen sind, jemandem zu vertrauen, dann versuchen wir uns selbst (zwecks Angstbeschwichtigung) von seiner Vertrauenswürdigkeit zu überzeugen, indem wir uns ihm gegenüber vertrauendwürdig verhalten.
Zwar hat im hier diskutierten Fall Gott das Versprechen gegeben, die Menschheit nicht mehr auf solch drastische Weise zu bestrafen. Aber können wir uns auf dieses Versprechen auch verlassen? Er tat es einmal, er kann es auch ein weiteres Mal tun (abgesehen davon, dass er nicht sämtliche möglichen Sanktionen für die Zukunft per Versprechen ausgeschlossen hat).
Wie können wir dieser potentiellen Wiederholungsgefahr engegenarbeiten? Nüchtern betrachtet: gar nicht. Gott ist allmächtig, und wenn er sich entscheidet, sein Versprechen zu brechen, dann wird er schon seine guten Gründe dafür haben. Subjektiv emotional betrachtet: Indem wir uns mit diesem mächtigen Gott irgendwie gut stellen, sodaß er sich moralisch verpflichtet fühlt, sein Versprechen uns gegenüber auch einzuhalten.
Prinzipiell muß der Gläubige mit der Ungewißheit hinsichtlich des Verhaltens seines Gottes zu leben lernen. Ob dieser Gott nicht irgendwann, dem Mißbraucher in einer kaputten Beziehung analog, wieder zuschlägt, kann nicht gewußt, sondern nur erhofft werden.

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