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adelfos3

Sakrament und Erbarmen

Ein Text zum Thema, entnommen dem Stundenbuch (officium) der zeigt dass das Problem @Taufscheinchristen schon im 4/5. Jhdt n. Chr. feststellbar gewesen sein muss.


Augustinus, Kirchenvater, doctor gratiae (+ 430)
Aus einer Auslegung zu Psalm 48 (47).

Das Sakrament und das Erbarmen Gottes "Wir haben, o Gott, dein Erbarmen empfangen inmitten deines Volkes." (1. Ps 48,10 (Vg.) Wer ist es, der empfängt, und wo empfängt er? Hat nicht dein Volk dein Erbarmen erlangt? Wenn es aber dein Volk ist, das dein Erbarmen erlangt hat, warum heißt es dann: ’Wir haben dein Erbarmen empfangen inmitten deines Volkes’, als wären jene, die empfingen, und jene, in deren Mitte wir empfingen, nicht dieselben. Als Volk Gottes gelten jetzt alle, die das Sakrament empfangen haben, aber nicht allen gilt sein Erbarmen.
Denn alle, die das Sakrament der Taufe empfangen haben, werden zwar Christen genannt, aber nicht alle leben würdig jenes Sakramentes.
Denn es gibt einige, von denen der Apostel sagt: "Sie wahren den Schein der Frömmigkeit, doch die Kraft der Frömmigkeit verleugnen sie."
(2. Tim 3,5) Trotzdem werden sie wegen des Anscheins der Frömmigkeit zum Volk Gottes gerechnet, so wie zur Tenne beim Dreschen nicht nur Korn, sondern auch Spreu gehört. Inmitten dieses schlechten Volkes aber befindet sich auch das gute, das die Barmherzigkeit Gottes empfing. Es lebt würdig des göttlichen Erbarmens. Es hört und hält sich daran und tut, was der Apostel sagt: "Wir bitten und ermahnen euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergebens empfangt."
(3 2 Kor 6,1) Wer die Gnade Gottes nicht vergebens empfängt, der erhält beides: das Sakrament und das Erbarmen Gottes. Was spricht dagegen, dass er inmitten eines nicht gehorchenden Volkes lebt, bis das, was auf der Tenne liegt, geworfelt wird, bis die Guten von den Bösen geschieden werden? Was hindert ihn, inmitten des Volkes zu wohnen? Er gehöre zum Korn und empfangen das Erbarmen Gottes. Er sei die Lilie mitten unter den Disteln. Auch die Disteln gehören zum Volk Gottes. Willst du es hören? "Eine Lilie unter Disteln ist meine Freundin unter den Töchtern."
(4 Hld 2,2.) Heißt es da etwa: unter den Fremden? Nein, sondern: unter den Töchtern. Es gibt also böse Töchter, und unter ihnen steht die Lilie wie unter Disteln.
Die das Sakrament haben, aber keine guten Sitten, gehören zu Gott und doch nicht zu ihm, sie werden die Seinen genannt und doch Fremde, die Seinen wegen seines Sakramentes, Fremde wegen ihrer Sünde. So heißen sie auch Töchter und Fremde: Töchter wegen des Anscheins der Tugend, Fremde, weil sie die Tugend verloren haben.

Unter ihnen gebe es die Lilie, und sie empfange Gottes Erbarmen. Sie fasse Wurzel wie eine gute Pflanze. Sei nicht undankbar gegenüber dem Regen vom Himmel. Lass die Disteln undankbar sein und im Platzregen emporschießen. Sie wachsen für das Feuer, nicht für die Scheune. ’Wir haben, o Gott, dein Erbarmen empfangen inmitten deines Volkes.’ Inmitten deines Volkes, das kein Erbarmen findet, empfingen wir dein Erbarmen.
(Vgl. Joh 1,11.12.) Denn ’er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf’. Die ihn aber inmitten der Seinen aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden
(5). 1 Ps 48,10 (Vg.). 2 Tim 3,5. 3 2 Kor 6,1. 4 Hld 2,2. 5 Vgl. Joh 1,11.12.



Nachtrag vom 14.10.2019 08:34:45


Vg = Vulgata
dort heisst es im Psalm 47,10 : "Suscepimus, Deus, misericordiam tuam in medio templi tui. (Wir haben, Gott, deine Huld bedacht inmitten deines Tempels.)

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