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Bibel & Bibelstellen 1. Mose 6 - Außerirdische haben Frauen von der Erde geschwängert?

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26.06.21 20:00
Abomet
 
 
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29.09.21 23:24
Queequeg
 
 
30.09.21 01:52
Vollbracht

Re: 1. Mose 6 - Außerirdische haben Frauen von der Erde geschwängert?

Ja, ich weiß auch so genau was ich davon halten soll und woher die Informationen so stammen.

Ich kann den Wahrheitsgehalt nicht beurteilen.

Meine Quelle:
bibelwissenschaft.de
Die Website fürs Bibelstudium
bibelwissenschaft.de ist die erste Adresse für's Online-Bibelstudium: wissenschaftlich fundiert und auf dem aktuellsten Stand. Die Deutsche Bibelgesellschaft stellt Ihnen dieses Angebot kostenlos zur Verfügung.


(Zitat)
https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/goettersoehne/ch/7a2c38a83413e3295827a0e7bb1c51b1/#h0

1. Begriff und Vorkommen

Der Terminus „Göttersöhne“ (בְּנֵי הָאֱלֹהִים bənê ha’älohîm in Gen 6,2.4; Hi 1,6; Hi 2,1 bzw. בְּנֵי אֱלֹהִים bənê ’älohîm in Hi 38,7) bezeichnet im Alten Testament immer Wesen der himmlischen Sphäre (zu anderen Auffassungen, die in der Auslegungsgeschichte vertreten wurden, heute aber ausgeschlossen werden können, s. unter 4.). Dabei kann der Begriff folgendes Bedeutungsspektrum umfassen: 1) Gattungsbezeichnung für göttliche Wesen im Kontext eines Pantheons (Polytheismus [→ Monotheismus]). 2) Bezeichnung für die Entourage JHWHs (→ Götterrat), die in der Spätzeit des Alten Testaments und der frühjüdischen Literatur immer stärker auch für → Engel verwendet wird.

Neben der Bezeichnung בְּנֵ־הָאֱלֹהִים für „Göttersöhne“ / „Gottessöhne“ kennt das Alte Testament auch die Termini בְּנֵי אֵלִים bənê ’elîm „Göttersöhne“ (Ps 29,1; Ps 89,7), בְּנֵי אֵל bənê ’el „Gottessöhne“ (Dtn 32,8 in Qumran; vgl. LXX), בְּנֵי עֶלְיוֹן bənê ‘æljôn „Söhne des Höchsten“ (Ps 82,6) und aram. בַּר־אֱלָהִין bar ’älāhîn „Göttersöhne / Gottessöhne“ (Dan 3,25).
2. Religionsgeschichtlicher Hintergrund

Bei den bənê ha’älohîm handelt es sich begrifflich und gattungsmäßig eindeutig um himmlische Wesen, die ihren Ursprung in der kanaanäischen Vorstellung eines Pantheons haben. Darauf verweisen schon die etymologische Verwandtschaft mit ugaritisch bn ’il „Sohn / Söhne Gottes“ bzw. bn ’ilm „Sohn / Söhne der Götter“ und die starken Parallelen zur ugaritischen und phönizischen Tradition.

2.1. Die Keilschrifttexte aus → Ugarit belegen die religionsgeschichtliche Vorstellung von einem Pantheon unter dem Götterkönig → El. Von daher lässt sich bn ’il auch als „Sohn / Söhne des El“ erklären. Der Ausdruck hebt die Subordination eines Gottes unter den Göttervater El hervor und bezeichnet damit eine Klasse niederrangiger Götter. Vermutlich ist diese Subordination sogar im Sinne einer Abstammung von El und seiner Hauptfrau, der Göttin → Ascherah, zu verstehen.

Die Söhne Els gelten als unsterblich. Ein besonderes Zeugnis stellt in diesem Zusammenhang ein Abschnitt aus dem Aqat-Epos dar, in dem die Göttin → Anat dem sterblichen Jäger Aqat Unsterblichkeit verspricht und dabei auf den unsterblichen El-Sohn → Baal verweist (KTU 1.17 VI:26-29):

„Da antwortete die Jungfrau Anat: / Wünsche dir Leben, oh Mann Aqat, / wünsche dir Leben, und ich werde es dir geben, / Nicht-Tod, und ich werde ihn dir senden. / Ich werde dich mit Baal die Jahre zählen lassen, / mit dem Sohn Els (bn ’il) die Anzahl der Monate.“

2.2. Von bn ’il „Gottessohn“ ist nach Parker (1999) der Ausdruck bn ’ilm „Göttersöhne“ (vgl. Ps 29,1, wo er hebraisiert ist) zu unterscheiden, da er sich nicht auf den Göttervater El bezieht, sondern als Gattungsbezeichnung zu verstehen ist (anders offenbar Hendel, 2004). So heißt es in KTU 1.4 III:13-14:

„[Baal] stand auf und spuckte aus inmitten der Versammlung der Götter“ (wörtl. „der Göttersöhne“ bn ’ilm).

Der gleiche Terminus taucht dann auch wieder in der phönizischen Inschrift des Königs Azitawadda auf (8. Jh. v. Chr.; KAI 26 A III:19):

„Baal des Himmels und El, der Schöpfer der Erde, und die ewige Sonne und der gesamte Rat der Göttersöhne …“

2.3. Diese Unterscheidung von Gottessöhnen und Göttersöhnen ist für das Verständnis des Ausdrucks bənê ha’älohîm relevant, da er als Plural „Göttersöhne“ wie als Singular „Gottessöhne“ aufgefasst werden kann. Sprechen die einschlägigen Textstellen von Göttern, die als polytheistische Rudimente in die israelitische Religion eingegangen sind, oder soll „Gottessöhne“ eine Abhängigkeit und Subordination unter den höchsten Gott (JHWH-)Elohim hervorheben? Diese Frage können nur der Kontext und die jeweilige Stellung, welche die bənê ha’älohîm gegenüber Gott einnehmen, beantworten.
3. Göttersöhne im Alten Testament
3.1. Göttersöhne als selbständig agierende Wesen
3.1.1. Gen 6,1-4

In der biblischen → Urgeschichte bietet Gen 6,1-4 einen fremdartig anmutenden Text. Die Göttersöhne (bənê ha’älohîm) fühlen sich von den Menschenfrauen angezogen und verkehren mit ihnen sexuell (Gen 6,2):

„Da sahen die Göttersöhne die Menschentöchter, denn sie waren schön (ṭovot), und sie nahmen sich zu Frauen, welche sie sich ausgesucht hatten.“

Das Ergebnis dieser Verbindungen ist ein (motivgeschichtlich immer noch rätselhaftes) Heldengeschlecht (gibborîm, Gen 6,4). Interessant ist vor allem die Reaktion JHWHs in Gen 6,3: Er begrenzt die Lebenszeit des Menschen auf 120 Jahre. Doch steht dieser Vers für sich allein, denn JHWH spielt in dem Text ansonsten keine Rolle (zur Literarkritik Bartelmus, 1979; Kvanvig, 1988). Sieht man von diesem Vers ab, werden die Göttersöhne hier offenbar als himmlische Wesen gedacht, die unabhängig von JHWH agieren, denn er greift weder in das Geschehen ein noch sanktioniert er die Tat der Göttersöhne. Gerade das sorgt für große Unsicherheit in der Datierung von Gen 6,1-4: Handelt es sich um eine sehr alte, von den Vorstellungen des kanaanäischen Polytheismus geprägte mythische Überlieferung (Schlisske, 1973) oder bereits um Engelvorstellungen aus (spät-)nachexilischer Zeit (vgl. auch den wohl prominentesten Paratext, die Schilderung vom Engelsturz im „Buch der Wächter“, 1Hen 6-16 [→ Henoch]; vgl. u.a. Witte, 1998)?
3.1.2. Dtn 32

Der ursprüngliche Text von Dtn 32,8 sprach wohl nicht wie die masoretische Überlieferung nach einer dogmatischen Korrektur von den „Söhnen Israels“ (בְּנֵי יִשְׂרָאֵל bənê jiśra’el), sondern – wie die → Septuaginta mit ἀγγέλων θεοῦ „(Zahl) der Engel Gottes“ und 4Q Dt 32 (= 4Q37) mit כל אלהים „all ihr Götter“ annehmen lassen – von בְּנֵי אֱלֹהִים bənê ’älohîm „Söhnen der Götter“:

„Als der Höchste (‘æljôn) den Nationen ihren Erbbesitz zuteilte, als er die Menschen voneinander schied, bestimmte er die Gebiete der Völker nach der Zahl der Göttersöhne.“

Hinter diesem ursprünglichen Text steht wohl die traditionsgeschichtlich alte Vorstellung von Nationalgöttern, die unter dem „höchsten Gott“ (’el ‘æljôn), jeweils für bestimmte Länder und Völker zuständig sind.
3.2. Göttersöhne als auf den höchsten Gott hingeordnete Wesen
3.2.1. Hiob

In Hi 1,6 und Hi 2,1 sind die Göttersöhne eindeutig JHWH untergeordnet. Sie sind Teil des himmlischen Thronrates (→ Götterrat), der regelmäßig zusammenkommt und gegenüber dem höchsten Gott, JHWH, Rechenschaft ablegen muss:

„Und es geschah an dem Tage, als die Göttersöhne (bənê ha’älohîm) kamen, um sich vor JHWH einzufinden …“ (Hi 1,6)

Zugleich besitzen die Göttersöhne jedoch eine eigene Kompetenz und gewisse Befugnisse, die sie von JHWH unabhängig ausüben können (vgl. auch die Vision des → Micha ben Jimla, 1Kön 22,19ff.). Dies wird insbesondere an der Gestalt des → Satans deutlich, der ebenfalls Teil des himmlischen Thronrates ist: Er wird als Umherziehender (Hi 1,7) beschrieben, der rechenschaftspflichtig ist und im Blick auf Hiob und dessen Lebensschicksal nicht eigenständig agieren kann, sondern weitgehende Kompetenzen erst von JHWH übertragen bekommen muss (vgl. Hi 1,12).

Eine weitere wichtige Funktion der Göttersöhne des himmlischen Thronrats ist der Lobpreis der Schöpfungswerke JHWHs (Hi 38,6f.). Hier werden die Göttersöhne mit den „Sternen des Morgens“ (kôkhəvê voqær) parallelisiert, die ebenfalls zur göttlichen Entourage zählen und sich eventuell aus Astralgottheiten der altorientalischen Umwelt entwickelt haben (vgl. Strauss, 2000).

(gekürtzt)

(Zitat ende)

Ich staune was es alles so gibt.

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