Jesus.de finanziert sich durch Spenden seiner Nutzer und durch Werbung. Danke für das Beachten der Anzeigen unserer Sponsoren! Jesus.de unterstützen!
« zurück

Reich trifft arm – was tun?

13.09.2018 08:17 Uhr

Wir laden ein zum Gespräch: https://www.jesus.de/reich-trifft-arm-was-tun/

Re: Reich trifft arm – was tun?

15.09.2018 16:04 Uhr

Na, da traut sich keiner drüber?!

Ich versuch's mal:

dieses Thema ist für mich immer schon ein "Stachel im Fleisch".
Es verfolgt mich schon mein ganze Leben.
Wie soll man sich den Armen gegenüber verhalten?
Ich selber bin nicht reich, bin aber auch nicht arm, habe ein wenig (für mein Alter) angespart.
Nun sollte man sein Vermögen, das ist auch Bibel- konform, mit den Armen teilen.
Aber wer macht das schon, ganz wenige Menschen ...vor denen ich den Hut ziehe.
Kann man wirklich als Einzelner etwas bewirken?
Mancher wird sagen, jede Spende, jede Zuwendung hilft.
Das stimmt zwar, aber es ist doch nur ein Tropfen auf einem heißen Stein, wirklich nachhaltige Hilfe ist es nicht.

Was sollte man, was müsste man also tun?

Ich weiß es einfach nicht, und das macht mich depressiv und unzufrieden mit mir selber.

Ich weiß nur, man sollte, man müsste etwas tun....aber nur: WAS?

servus
kahei2

Re: Reich trifft arm – was tun?

01.10.2018 20:49 Uhr

Geht mir auch so.....

..... alles zu Teilen wäre eigentlich Liebeskonform.

Macht man aber nicht....weil man denkt man geht sonst umsonst malochen- ein Job der bei manchen Spaß (da dank ich Gott dafür) oder kein Spaß macht (war früher immer so)

Re: Reich trifft arm – was tun?

29.09.2018 10:55 Uhr

Danke für das Einstellen und die Verlinkung des Artikels.

Ich glaube der Autor hat eine wichtige Erkenntnis. Handeln aus schlechtem Gewissen ist nicht die Lösung, sondern Handeln aus der Dankbarkeit.

Mich beschäftigt schon länger das Handeln aus der Fülle, das Handeln als Gotteskind und das Handeln aus dem Mangel. Ich sage öfters zu meiner Frau: Du kannst das Gute nicht aus dir rauspressen wie aus einer Zitrone den Saft. Es muss fließen. Zuerst an der Quelle des Lebens trinken, dann glauben, dann ein Segen für andere sein.

Re: Reich trifft arm – was tun?

11.10.2018 12:41 Uhr

Danke für den interessanten Thread, Orleander!
Dieses Thema löst wirklich sehr ambivalente Gefühle und Haltungen aus.
Daß der Grundgedanke des Handelns Dankbarkeit für das, was man hat, ist, finde ich wunderbar.
Wie aber ganz konkret spenden, helfen im Alltag? Das fine ich ich auch äußerst schwierig.
Jemand sagte mir, er gibt den Alkoholkranken Obdachlosen nur etwas zu essen. Ein anderer sagt, er gibt nur Frauen und Kindern. Wieder ein anderer sagt, er gibt gar nichts.
Ich gebe völlig planlos mal hier, mal dort. Und jedesmal bleibt ein Gefühl der Ratlosigkeit. Dann entstehen Fragen wie: Sollte ich nicht grundsätzlich und langfristiger helfen? Wie sehr beeinflußt das aber mein bequemes, warmes Leben?
Ich werde weiter darüber nachdenken und danke für diesen Thread!

Ganz herlich,

AnnaElbe (Kirchenbotschafterin)


Nachtrag vom 11.10.2018 12:42:42


ganz herZlich, satt herlich




Nachtrag vom 11.10.2018 12:43:51


meine Tastatur spinnt ...
STATT herlich!

Re: Reich trifft arm – was tun?

14.11.2018 20:32 Uhr

Mir ist in den letzten Jahren wichtig geworden, auch Worte ernstzunehmen, die uns aufrufen, für die eigene Freude und Zufriedenheit zu sorgen. Dabei ist mir einiges passiert, womit ich nicht gerechnet hätte.

Ich habe angefangen, besser zu essen - und unterstütze jetzt damit automatisch artgerechte Tierhaltung, biologisches und ökologisches Wirtschaften. Wenn man einmal die Entscheidung getroffen hat, so viel Geld dafür auszugeben, kann man auch auf soziale Aspekte achten.

Ich habe mich gefragt, was eigentlich meine Berufung ist und was konkret ich tun würde, wenn ich könnte - und mache verschiedene ehrenamtliche Dienste viel besser als früher die, in die mich andere Leute gestopft haben. Das kommt allen möglichen Menschen zugute, auch mal alten Leuten aus der Suppenküche und öfter Arbeitslosen und Geringverdienern.

Ich lebe in einer recht großen Wohnung und bezahle dafür Geld, das ich auch spenden könnte, einfach weil ich es mag. Dafür kann ich auch mal Gäste aufnehmen, die nicht das Geld für eine andere Übernachtung haben. Selbst meine Freunde mit einem Haus können das nicht so unkompliziert.

Ich glaube, dass gutes Geben nicht dauerhaft über Druck funktioniert. Dazu habe ich zu oft Christen gesehen, die mit Bedürftigen eine Art Symbiose gebildet haben, die beide in ihren Rollen gefangen hielt.

Aber wer in einer dankbaren Haltung leben kann, sich selbst liebt und für sich sorgen kann, hat von sich aus das Bedürfnis, einen Ausgleich zu schaffen, indem er Mangel beim Nächsten begegnet. Es muss einen ganz natürlichen Umgang damit geben, der beiden Seiten Freude und Menschenwürde zugesteht. Ich gebe z.B. fast nie einem Bettler etwas. Aber meinen ca. Zehnten verteile ich nach bestem Gewissen und das ist für mich stimmig.

Zu nächstem neuen Beitrag springen
© 2019 SCM Bundes-Verlag gGmbH - Impressum - Allgemeine Nutzungsbedingungen - Datenschutz