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EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 12:36 Uhr

Wir laden ein zum Gespräch: https://www.jesus.de/eu-studie-juden-in-deutschland-am-haeufigsten-angefeindet/

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 12:39 Uhr

Ergänzend:

Gefragt wurde schließlich auch nach den Tätern. Knapp ein Drittel der Befragten konnte zu diesen keine näheren Angaben machen. Knapp ein Drittel gibt an, die Täter hätten einen extremen muslimischen Hintergrund gehabt – in Deutschland ist der Anteil mit 41 Prozent am höchsten –, Täter mit linkem Hintergrund werden in 21 (Deutschland sechzehn), solche mit rechtsextremem Hintergrund in dreizehn (Deutschland zwanzig) und solche mit einem extremen christlich geprägten Hintergrund in fünf Prozent der Fälle genannt. Zugleich sagen 37 Prozent der Befragten in Deutschland, sie hätten den Eindruck, Ressentiments gegen Muslime hätten stark zugenommen, 39 Prozent meinen, sie hätten leicht zugenommen.


FAZ

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 13:43 Uhr

Ich finde das bedrückend und denke an Frankreich. Dort wandern sehr viel Juden wegen der zunehmenden Anfeindung nach Israel aus.
Könnte das in Deutschland auch bald in Bewegung kommen?
Bisher hatte ich noch einen Artikel im Hinterkopf, in dem erzählt wurde, dass viel junge Juden nach Berlin gehen.

Irgendwie passt das alles nicht mehr zusammen. Ist die Ursache der wachsende muslimische Bevölkerungsanteil in Deutschland? Oder kommt eine alte Judenabneigung wieder hoch und verkumpelt sich mit muslimischem Judenhass. Ich mag die Entwicklung gar nicht zu Ende denken.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 19:35 Uhr

Banjizum BeitragIst die Ursache der wachsende muslimische Bevölkerungsanteil in Deutschland?
Ich denke nicht, dass man das einfach einem bestimmten "Bevölkerungsteil" zuschreiben kann.

Judenhass gibt es irgendwie überall. Ob links, ob rechts, ob Muslime, ob Christ.

Ich denke der Muslimisch-Jüdische Konflikt ist dabei jedoch der "Realste". Denn dort geht es "nicht nur" um irgendwelche Verschwörungstheorien (wie bei Rechtsradikalen der Jude als geheimer Weltherrscher), sondern um einen tatsächlich vorhandenen Konflikt zwischen Israel und den muslimischen Staaten, wo tatsächlich beide Seite mit Waffen kämpfen.

Und dort wird dann schnell Israel = Jude, also Jude = Israel geschlussfolgert. Diesem Gedankengut müssen wir entgegen treten.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 14:11 Uhr

https://www.jesus.de/eu-studie-juden-in-deutschland-am-haeufigsten-angefeindet/"Nirgendwo in der Europäischen Union werden Menschen so häufig antisemitisch belästigt wie in Deutschland. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in zwölf EU-Staaten im Auftrag der Agentur für Grundrechte der Europäischen Union.

wie kann man behaupten, dass juden innerhalb der eu am meisten rassistisch belästigt werden, wenn man die umfrage nur in 12 von 28 staaten durchführt?

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 15:44 Uhr

Gute Frage, aber ob das Ergebnis besser wird, wenn man in allen 28 Staaten befragt hätte?

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

12.12.2018 15:45 Uhr

Banjizum Beitragaber ob das Ergebnis besser wird, wenn man in allen 28 Staaten befragt hätte?

wer weiss. zumindestens weiss ich jetzt, weshalb die befragung nicht in allen ländern gemacht wurde. in den restlichen ländern gibt es kaum juden und offenbar hat man es nicht für nötig gehalten die 4% jüdischen eu-bürger, die nicht in den 12 ländern wohnen, mit einfliessen zu lassen.

das ist genauso ein nonsens wie die zeitumstellung aufgrund einer umfrage abzuschaffen, bei der vorwiegend deutsche teilnahmen.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 14:30 Uhr

Ich bin erschüttert, aber nicht überrascht.
Der latente Judenhass kommt wieder ans Licht. Die AfD hat es verstanden, bisher tabuisierte Themen unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung wieder hervorzuzerren. Damit einhergehend tritt auch der schon immer vorhandene Antijudaismus wieder an die Öffentlichkeit. Das Ganze wird deklariert als "freie Meinungsäußerung".
Der linke und der muslimische Judenhass gehen Hand in Hand, denn in jedem Juden wird ein Vertreter des Staates Israel gesehen. Aus Solidarität mit den Palästinensern sieht man sich gerechtfertigt, hier lebende Juden oder Touristen zu beleidigen oder gar anzugreifen.

Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland tritt auch der Judenhass wieder zu Tage. Der Holocaust wird als Erfindung der Lügenpresse gesehen bzw. als Gehorsamsgeste gegenüber den (von Juden regierten) USA und Israel. Im Gegenzug kursieren immer noch die alten Theorien einer "Jüdischen Weltverschwörung".

Wir sind gefordert, genau hinzusehen und hinzuhören und menschenverachtenden Tendenzen mutig entgegenzutreten. Hassrede ist keine freie Meinungsäußerung, sondern ein Verbrechen.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

11.12.2018 23:13 Uhr

Zweimal war ich in den letzten 4 Jahren jetzt schon in Israel.
Meine Arbeitskollegen -vor allem die Jüngeren- haben für mich unerwartet antisemitisch reagiert. ........ Waaaas? Dort fliegst Du hin? Zu den Israelis? Das sind doch die, wo den Palästinensern nach dem zweiten Weltkrieg das Land geklaut haben und denen das Wasser abgraben....
Ich möchte mal wissen, was die jungen Leute heute über Israel in der Schule lernen?

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

12.12.2018 13:45 Uhr

Draeggsaggzum BeitragDas sind doch die, wo den Palästinensern nach dem zweiten Weltkrieg das Land geklaut haben und denen das Wasser abgraben....
Aufklärung wäre hier Sinnvoll. Und das auf allen Seiten.

Ich weiß nicht, was in Deutschland in den Schulen gelehrt wird.
Ich weiß aber, was einigen Flüchtlingen in ihren Heimatland bei gebracht wurde. Und da musste ich, als Laie in dem Thema, dann doch einiges korrigieren.

Man muss sich nur mit dem Thema des Tempelbergs befassen und merkt schnell, dass da nur sehr wenige Interesse an der Realität haben. Weder die Juden, noch die Muslime, und auch viele Christen nicht.

Durch Aufklärung könnte ja die eigenen religiöse Überlieferung und Überzeugung in Gefahr sein. Das will man nicht zulassen.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

13.12.2018 09:03 Uhr

Ging mir mit den Kollegen leider auch so

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

13.12.2018 11:25 Uhr

Bislang war es so, dass vermittelt wurde, in Deutschland wäre es weniger schlimm als z. B. in Frankreich. Tja, war das eine Presselüge oder sind Juden bei nicht anonymen Befragungen in Deutschland eher vorsichtig oder sind sie eigentlich gar nicht gefragt worden?

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

02.01.2019 08:42 Uhr

Die FAZ halte ich eigentlich für glaubwürdig. Aber eine wesentliche Rolle spielt der Judenhass in Deutschland auch durch Zuwanderung fanatischer Muslime. Ich denke auch an die Demo vor wenigen Jahren in Berlin, als Palästinenser judenfeindliche Parolen schrien und die Vernichtung des Staates Israël forderten und dabei Israël-Fahnen verbrannten. In Schulen haben es Juden zunehmend schwerer. Viele werden angefeindet und müssen teilweise um ihr Leben fürchten, aber das scheint kaum jemanden zu interessieren. Die Bevölkerung muss wieder für dieses Thema sensibilisiert werden.
Den Judenhass alleine der AfD oder rechtsradikalen Gruppen zuzuschreiben, ist zu kurz gedacht. Die breite Bevölkerungsschicht muss wieder erreicht werden, denn Antisemitismus scheint wieder gesellschaftsfähig geworden zu sein.

Gruß Helle

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

02.01.2019 17:03 Uhr

Hellezum BeitragAber eine wesentliche Rolle spielt der Judenhass in Deutschland auch durch Zuwanderung fanatischer Muslime.

Genau an der Stelle ist das Informationsproblem, denn es wurde der Eindruck vermittelt, dass z.B. die Situation in Frankreich viel schlimmer wäre, weil dort die Muslime mehrheitlich arabisch sind, von denen weiß man ja, dass für sie Antisemitismus wichtig ist. Wohingegen in Deutschland die Türken überwiegen, bei denen angeblich der Nationalismus im Vordergrund steht.

Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, aber daran ist dann ja wohl nicht so viel wahr gewesen. Die Frage bleibt offen, wurden bisher Juden überhaupt gefragt oder waren sie bei direktem Kontakt vielleicht zu höflich, ihre komplette Meinung zu sagen?

Journalisten machen keine Umfragen, sie reden mit den Leuten und erfassen ein Bild, das sie in einen Artikel einfließen lassen. Und das passt bei gutem Journalismus als Stimmungsbild zu Umfragewerten. Aber Journalisten können sich natürlich auch einfach was aus den Fingern saugen.

Re: EU-Studie: Juden in Deutschland am häufigsten angefeindet

05.01.2019 13:10 Uhr

Wolkentochterzum BeitragTja, war das eine Presselüge


Vielleicht war es schlicht auch nur ein Irrtum. Warum muß es gleich eine Lüge sein?

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